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Archaisch
Handwerk
Steinzeit-Angebote für Museen
und Wildnisschulen
Werner Auschnitt

 

San Tracking School

Einleitung:

Die San Tracking School soll jungen San ihre uralte Kunst des Spurenlesens wieder lehren, damit sie mit diesen Fähigkeiten die dringende Lücke guter Spurenleser im Kampf gegen Artensterben, Naturschutz usw füllen können und sich gleichzeitig den Lebensunterhalt mit einer Arbeit verdienen, die ihrer Kultur und ihren Neigungen entspricht.

Werner Pfeifer, selber zertifizierter Spurenleser, sowie zwei San Spurenlehrer, werden die Spurenleseschule betreiben nach den Grundlagen des Cybertracker Evaluierungsystems von Louis Liebenberg aus Südafrika, das sich zZ weltweit durchsetzt, weil wissenschaftlich und nachhaltig.

Die Schule soll eine Institution ohne Profitstreben sein (e.V. etc.) mit niedrigem bürokratischem Aufwand, geringen Kosten aber höchst effektiv.

Gäste aus dem Fachbereich Spurenkunde sind herzlich willkommen an Teilen der Ausbildung teil zu nehmen.

Damit sind Jagd-, Wildnis- und Bushcraftschulen, Fachleute und Studenten der Fachrichtungen Biologie, Ökologie, Umweltschutz u.s.w. angesprochen. Ihre Spende fördert die Trackingschule.

 

Hintergrund:

Es gibt etwa 35 000 San in Namibia und ca. 100 000 im gesamten südlichen Afrika. Seit tausenden von Jahren, bis vor wenigen Jahrzehnten, lebten sie im gesamten südlichen Afrika eine harmonische Jäger- und Sammlerkultur, bis eindringende afrikanische- und später europäische Siedler ihnen das Land, das Leben und ihre Kultur nahmen.

Ein paar wenige Gruppen haben aus den verschiedensten Gründen bis heute zwar überlebt, aber die Kultur ist dahin, die meisten San entwurzelt, land- und rechtlos und zutiefst verarmt. Die meisten San verdingen sich als billige, ungelernte Landarbeiter ein schwaches Einkommen und sind abhängig von den neuen Landeigentümern, Arbeitgebern und der Regierung. Hinzu kommt, daß sie größte Schwierigkeiten haben sich dem modernen Leben an zu passen, da dieses sich grundsätzlich von ihrer alten Kultur unterscheidet.

Das Ergebnis ist ein niedriges Selbstwertgefühl und ein nur sehr schwacher Wille das Leben in die Hand zu nehmen, gefolgt von Alkoholismus, Gewalt und ein Leben am Rand der Gesellschaft.

Das niedrige, allgemeine Bildungsniveau unter San fördert die Armut.

Hier setzt das Konzept der San Tracking School an.

Durch Bildung an kulturnahen Elementen der San, die im modernen Namibia Sinn machen, kann die Arbeitslosigkeit und damit die Armut reduziert werden. Erfolge mit den “Lebenden Museen” (siehe www.lcfn.info) der San seit 2003 haben gezeigt, daß die Teilnehmer und ihre Familien auch wieder ein gesundes Selbstwertgefühl gewonnen haben, indem sie nun ein würdiges Leben im namibischen Alltag leben.

Die meisten San würden gern einer Beschäftigung nachgehen, die ihrer Kultur nahe steht. Spurenlesen ist daher eines der meist begehrtesten Berufe unter männlichen San. Einer persönlichen Umfrage zufolge, von Werner Pfeifer durchgeführt, ist der Bedarf an Spurenlesern unter Landeigentümern und Naturschutzorganisationen gegeben. Die San könnten diese Nische füllen, wenn zertifizierte Ausbildung und eine Marketingorganisation gegeben wären.

Das wäre die Aufgabe der San Tracking School.

 

Ziele:

Junge San erlernen die Kunst des Spurenlesens und werden zertifiziert nach dem Cybertracker Evaluierungsystem von Louis Liebenberg.

Eine Marketingorganisation, die an die San Tracking Schule gekoppelt ist, vermittelt die ausgebildeten Spurenleser und sorgt für würdige Arbeitsbedingungen und faire Verträge.

Weitere Kurse für Spurenleser oder andere San könnten später angeboten werden, wie etwa Touristen- und Jagdführer, Antiwilderermanagement, Schutz bedrohter Tierarten wie Nashörner, Elefanten etc., anlegen und nutzen von Wildnisgärten um die Siedlungen der San u.v.m.

 

Inhalt der Kurse in Kürze:

Theoretisches und praktisches Training im Spuren interpretieren, sowie systematisches- und spekulatives Verfolgen einer Fährte. Grundlagen der Ausbildung basieren auf den Erfahrungen und Werken „Practical Tracking“ von Louis Liebenberg, Adriaan Louw, Mark Elbroch, sowie „The Art of Tracking“ by Louis Liebenberg.

Evaluierung und Zertifizierung werden nach dem internationalen Cybertracker Evaluerungssystem von Louis Liebenberg durchgeführt.

Tierverhalten und Namen der Tiere nach: „The Behaviour Guide to African Mammals“ by R. Estes), eigenen Beobachtungen und Filmdokumentationen.

Beobachtung- und Dokumentationsfähigkeiten

Training am "Cybertracker documentation computer system"

Relevante Pflanzenkunde

Relevante Ökologie- und Geologiekunde

Geschichte der San

Lernmethoden wie zeichnen, dokumentieren, sammeln von Funden etc.

Basisches lehren

Kommunikation mit alter und moderner Technik

Relevante Gesetze

Grundkurs Photographie

Einfache Buchführung und Managementkunde

Erste Hilfe

Sicherheitstraining in kooperation mit einer privaten Sicherheitsfirma

Fähigkeiten wie anlegen und umgang mit Wildnisgärten, Wildfarmerei, Imkerei, veredelung von Wildfrüchten und Fleisch u.a. (als mögliche Zusatzkurse)

 

Administration:

Die San Tracking School sollte als eigennütziger Verein operieren um Kosten zu minimieren.

Ein Förderverein irgendwo in Europa sollte Spendengelder sammeln und Spendenbestätigungen ausreichen.

Werner Pfeifer wird in Namibia der Manager und Ausbilder sein. Bis zu zwei ausgebildete San Spurenlehrer werden zu den Kursen angestellt.

Wir beabsichtigen vom Cybertracker Evaluierungsorganisation in Südafrika zertifiziert zu werden um eigene Zertifikate ausreichen zu dürfen. Unterstützung ist von Louis Liebenberg persönlich zugesichert worden, dem die Belange der San Tracker besonders am Herzen liegt.

 

Rekrutierung von Studenten:

Verschiedene San Hilfsorganisationen werden gebeten in jeweils bestimmten Regionen Interessenten an zu werben.

Potenzielle Studenten werden mit einem kleinen Eignungstest geprüft um möglichst geeignete Leute zu bekommen und somit Ausfälle zu reduzieren.

Bis zu 12 Studenten können in der Anfangsphase betreut werden.

Zwei San Lehrer werden geprüft und zu den Kursen angestellt.

 

Kursdauer:

Das Studienjahr besteht aus drei Phasen je Kurs:

Ein  zwei- bis dreimonatiger Intensivkurs an drei verschiedenen Standorten. Hier werden die Studenten täglich von Lehrern betreut. Theoretischer und praktischer Intensivunterricht findet hier statt um die Grundlagen zu vermitteln. Eine kleine interne Evaluierung schließt diese Phase ab.

In den nächsten 9 Monaten sollen die Studenten eigenständig in ihrer Heimat täglich Spurenlesen üben. Dazu werden Aufgaben und ein Dokumentationsheft bereit gestellt.

Am Ende des Studienjahres werden alle Studenten nach dem Cybertracker Evaluierungssystems geprüft und zertifiziert.

Anschließend können sie sich dem San Tracker Marketing Club anschließen um an Arbeitgeber vermittelt zu werden.

 

Infrastruktur:

Die San Tracking School ist eine mobile Schule.

Wir planen die Kurse an drei verschiedenen Standorten stattfinden zu lassen um der vielfältigen Natur Namibias gerecht zu werden, da die Spurenleser später überall in Namibia einsetzbar sein sollen.

Die Standorte sind im Norden, Osten und Westen Namibias verteilt.

Die ersten ca. 6 Wochen des Studiums findet um die jeweiligen Dörfer der Studenten statt. Damit reduzieren wir Unterkünfte und Verpflegungskosten zu einer Mahlzeit am Tag für die Studenten, da sie zuhause wohnen. Auch lernen sie ihr eigenes Gebiet mit allen Spuren intensiv kennen, was für die spätere Selbstlernphase wichtig ist.

Anschließend campen wir zu je ca 2 - 4 Wochen and den zwei anderen Standorten in einfachen "Buschzelten" in der jeweiligen Wildnis. Transport zu den Standorten wird gemietet.

 

San Tracker Marketing Organisation:

Studenten, die das Tracker Level 1 Zertifikat oder ein höheres erworben haben, qualifizieren um in der San Tracker Marketing Organisation aufgenommen zu werden.

Dies soll versichern, das die Spurenleser unter fairen und nachhaltigen Bedingungen Arbeit finden.

Diese Organisation sollte an die San Tracking Schule angeschlossen sein oder zumindest eng mit ihr zusammenarbeiten. Details dazu müssen je nach den zukünftigen Gegebenheiten noch erarbeitet werden. Eine enge Zusammenarbeit mit anderen schon bestehenden Organisationen ist auch möglich.

 

Finanzen:

Wir hoffen einen langfristigen Sponsor zu finden.

Ein Förderverein in Europa soll Finanzen generieren und verwalten.

Durch die mobile Art der Schule werden Gelder hauptsächlich für Gehälter, Lehrmittel, Transport und Verpflegung benötigt. So entfallen langfristige Mieten oder große Anschaffungen, wie Gebäude, Fahrzeuge und dergleichen.

Damit ist das Projekt sehr kostengünstig und dennoch sehr effektiv.

 

 

 

 

 

 

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